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31 Jahre theater
VIEL LÄRM UM NICHTS

 
   
Premiere 21. Mai 2009 . 20 Uhr
Vorstellungen bis 27. Juni:
donnerstags, freitags, samstags 20 Uhr

WITWEN
Eine schräge Hinterbliebenenrevue

 

 

 

 

 

mit
Alexandra Hartmann
Ute Pauer
Claudia Schmidt
Stephan Joachim

Regie: Andreas Seyferth
Bühne: Stephan Joachim
Kostüme: Johannes Schrödl
Lichtdesign: Jo Hübner

Rechte:Verlag der Autoren
Unter dem Titel "Witwendramen"
erschienen in der Theaterbibliothek
des Verlags der Autoren

»Witwe: eine Frau, die immer weiß, wo ihr Mann ist.«
Robert Lembke

Gibt es ein Leben nach der Ehe? Und wenn: wie?
Drei wilde Witwen geben Einblick:
In die Höhen und Tiefen männerbefreiten Daseins.
Mal wird der Verblichene posthum (verbal) geschändet,
mal im milden Schein der Verklärung auf den Sockel gewuchtet.
Momente der Wahrheit: Tanz auf dem Grab mit dem KLEINEN FEIGLING
und Angst vor dem Schrank mit SEINEN Sachen.
Zur Schließung der traurigen Lücke bieten sich ein Hündchen an,
eine schöne neue Krankheit oder der scharfe Blick auf den Nachbarn …
Possen des Alltags zwischen Komik und Tragik, Friedhof und Fitness.
Schräges, Schmerzliches, Wuterfülltes, Drolliges, Trauriges, Trostloses, Bizarres.
Drei Frauen im Clinch mit den Erinnerungen und den Genossinnen im Leid.
Wer ist die Einsamste? Wer leidet am meisten?
Heiße Eisen, männerfeindliche Witze, authentische Kurzportraits.
Nebst Auftritten namhafter Witwen wie Helene Weigel, Yoko Ono, Jaqueline Onassis…
Zur Feier des Lebens eine rabenschwarze Schrullenrevue.

Fitzgerald Kusz – 'Chronist der Allerweltsdinge'
Fitzgerald Kusz ist längst der Klassiker der fränkischen Gegenwartsliteratur:
Er hat die Poesie an einem der deftigsten deutschen Dialekte hörbar gemacht. Vor allem ist er mehr als nur der Erfolgsdramatiker des Konfirmationsstücks "Schweig, Bub!", das auf deutschen Bühnen alle Rekorde lebender Autoren gebrochen hat.
Viele seiner Stoffe erlauscht der Sprachklangkünstler und passionierte Tram- und Bahnfahrer unterwegs. Er gibt den "Sprachlosen" Stimme und porträtiert den deutschen Kleinbürger fränkischer Mundart anhand seiner beredten Dummheit, seiner Phrasen.
Kusz notiert das Gehörte – ein Popart-Poet, der Fragmente des Alltags kunstvoll stilisiert: "Eine große Illusion hat Pop: Kunst und Leben zu versöhnen. Ich hoffe, dass es mir manchmal gelingt, aber es ist natürlich nicht immer."
Michael Bauer

»Ehefrauen, die ihre Männer erschießen,
haben keinen Anspruch auf Witwenrente.«
Urteilsspruch des Bundessozialgerichts

Fotos der Aufführung & Kritiken