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31 Jahre theater
VIEL LÄRM UM NICHTS

 
   

Premiere 29. Januar 2011 . 20 Uhr

Vorstellungen im
Februar
:
immer DO, FR, SA | 20 Uhr
März:
05., 17., 19., 24., 25., 26. + 31. | 20 Uhr
April:
01.,02., 21., 22., 23., 28., 29., 30. | 20 Uhr
Mai:
06., 07., 12., 13., 14. | 20 Uhr

WILLIAM SHAKESPEARE
HENRY IV
Eine Tragikomödie,
in welcher der ehrenwerte
SIR JOHN FALSTAFF
eine gewichtige Rolle spielt...

Hubert Bail | Joachim Bauer | Hannes Berg
Manuel Renken | Sven Schöcker
Joachim Vollrath | Dave Wilcox

Regie: Andreas Seyferth
Übersetzung + Fassung: Margrit Carls
Klangkonzept: Kai Taschner
Raum + Licht: Stephan Joachim
Kostüm: Johannes Schrödl

>>> Die Spielfassung zum Vor- und Nachlesen

Henry, zu Deutsch Heinrich, Althochdeutsch Heimrich,
zusammengesetzt aus 'heim' für 'Haus' und 'rîhhi' für 'mächtig':
Was den deutschen Heinrich und den englischen Henry
zum 'Haus-Herrn' oder 'Herrn im Haus' macht.

In Shakespeares Polit- und Familiensaga ist genau das die Frage:
Wer soll Herr sein im Hause Britannien?
Der Thronräuber Henry IV?
Oder ein gewisser Mortimer, übergangen in der Thronfolge,
unterstützt von einer mächtigen Lobby Enttäuschter?

England um 1400:
Der König (Richard II) ist tot, es lebe der König (Henry IV).
Den neuen lässt der Gram schlaflos:
Das Blut an seinen Händen (den alten ließ er kaltblütig abservieren),
ein jüngst überstandener Bürgerkrieg, der Machterhalt,
sein verlorener Spross Henry, der es mit Gesindel in Spelunken treibt:
All dies nagt an ihm.
Krönung des Verdrusses:
Sein Widersacher Henry (der starke Mann aus Northumberland)
hat auch einen Sohn (Henry, was sonst; genannt Hotspur),
und der macht seinem Erzeuger alle Ehre

Politik und Privates, Staatsstreich und Ganovenstück,
Familienzwist und Bürgerkrieg spiegeln und vermischen sich.

Wir sehen schwelgende Zügellosigkeit neben entrücktem Gottesgnadentum;
Misstrauen, das der eigenen Missetat erwächst; Sorge um Land und Leute,
die immer Sorge um die eigene Zukunft ist.
Die Lebensentwürfe zweier junger Männer prallen aufeinander,
beide auf der Suche nach Einzigartigkeit:
der eine strebt durch die Gosse zum Glanz,
durch schmutzigen Schein zum ruhmreichen Sein;
der andere frönt wütigem Heldentum;
und es gilt der Grundsatz wettbewerblichen Handelns:
Es kann nur einen geben…

Und dann ist da noch dieser andere,
der nicht Henry heißt:
diese fleischgewordene (viel Fleisch) Antithese jeglicher Herrschaftsanmaßung,
alles Staatstragenden, politisch und moralisch Korrekten, jedweden Leistungsträgertums; dieses liederliche, übel beleumundete,
freigeistige Enfant terrible, dieser monströse 'Sokrates',
der die Lebenslust lehrt und mit einer Buddel Wein bewaffnet in den Krieg zieht;
Shakespeares größtes und tiefsinnigstes Witz-Geschöpf:
Falstaff

dessen Repertoire außer Witz und Weisheit Liebe einschließt:
'seinen' Henry liebt er wie nichts sonst; und muss erleben, wie er ihn verliert:
denn Henry, am Ende der Fünfte, gliedert sich ein ins 'System'…

"Wir brauchen Falstaff, weil wir so wenige Bilder echter Lebensfülle besitzen und noch weniger überzeugende Bilder der Freiheit des Menschen".
Harold Bloom

>>> Mehr Fotos

>>> Kritiken

 

>>> Mehr vom Vater (King Henry IV)

>>>> Mehr vom Sohn (Hal / Henry V)

>>>> Mehr vom Helden (Hotspur)

 

>>> Eintritt

 

Für Inhaber des München-Passes stellen wir pro Aufführung
ein Kontingent von 3-Euro-Karten zur Verfügung -
bitte vorher reservieren!

Flyer: Martina Körner