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32 Jahre theater
VIEL LÄRM UM NICHTS

 
   

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    Uraufführung 11. Oktober 2018 | 20 Uhr

    Bis 1. Dezember
    jeweils DO, FR, SA | 20 Uhr

    Keine Vorstellungen am 13. Oktober und 22. November

    FeierAbend!
    Eine satirisch-musikalische Revue
    in Zeiten des Umbruchs 'Weiter so'

    mit
    Maria Maschenka | Philipp Weiche
    Stefanie Dischinger | Melda Hazirci

    Klangkonzept und Livesound
    Kai Taschner

    Regie Andreas Seyferth
    Texte/Dramaturgie Margrit Carls
    Bühne/Videos Peter Schultze
    Kostüme Johannes Schrödl
    Lichtdesign Jo Hübner
    Technik Max Reitmayer/Bogdan Domanskyy
    Motiv + Flyer Martina Körner

    Gibt 's was zu feiern?
    Schön wär 's. Wäre schön, wenn das Leben der Menschen ein zu feierndes wäre; und die »Arbeit« der Menschen eine zu feiernde; und das Einkommen eines, von dem sich schön feiern ließe... »Wo ist das Problem« grinsen die einen. »Schön wär 's« stöhnen andere. Und fragen gleich mal weiter.

    Muss das sein?
    Eine Gesellschaft von Gewinnern und Verlierern?
    In der die Angst umgeht?
    Ist das alternativlos? Sinnvoll? Vernünftig?
    Wozu haben wir Sinne und Vernunft?
    Nebenbei: Was für ein Menschenbild liegt der so genannten Leistungsgesellschaft eigentlich zugrunde? Ist Wettbewerb Schicksal? »Menschlich«? Männlich? Ist das Leben ein Fußballspiel (wobei:
    da werden Fouls immerhin [meistens] geahndet)?
    Und übrigens: Brauchen Mensch und Erde Herrschaft?

    Fragen über Fragen.

    Die wichtigste: Wie wollen wir leben –
    jenseits dessen, was andere uns zumuten nahelegen?

    Die Erwerbsarbeit hat eine steile Karriere hingelegt: Von den Zeiten im 18./19. Jahrhundert, als eine enteignete und in die Städte getriebene Landbevölkerung in die Fabriken buchstäblich hineingefoltert wurde, bis in unsere Tage, wo der Verlust des Arbeitsplatzes die soziale Todesstrafe bedeutet.

    Die Dämmerung habe eingesetzt, munkeln manche. Die der »Arbeitsgesellschaft«. Die »Nehmer« der Arbeit würden vermehrt »freigesetzt«; womit sie als Konsumenten all der wundervollen Produkte flach fielen, die da täglich auf die Märkte geworfen würden; was weitere Freisetzungen zur Folge hätte...

    Höchste Zeit sich Gedanken zu machen. Taten wir. Das Ergebnis lassen wir in einem bunten Mix theatralisch »Revue« passieren. Erschröckliche Moritaten, Lieder, Sketche – Spaßiges,
    Trauriges, Gepfeffertes, Absurdes.

    Noch dazu 15 Jahre Agenda 2010 – das muss einfach gefeiert werden!
    Nicht zu vergessen 200 Jahre Karl Marx... Ausrufezeichen.

    Zukunft...
    Ist doch nur ein Wort.
    Unwort.
    Schland geht 's gut.
    Eben. Scheiß auf Zukunft.
    Ist überschätzt.
    Wichtig ist, was ist.
    Und dass es bleibt.
    Was kommt, ist nicht besser.
    Schon gar nicht die Zukunft.
    Im Gegenteil.
    Feiern wir, was ist.
    Feierabend!

    "Die Gesellschaft darf kein gestörtes Verhältnis
    zu ordentlicher Erwerbsarbeit bekommen."
    Hubertus Heil, Arbeitsminister

    "Und ich werde Staatsminister, und es wird ein Dekret erlassen, dass, wer sich Schwielen in die Hände schafft, unter Kuratel gestellt wird; dass, wer sich krank arbeitet, kriminalistisch strafbar ist; dass jeder, der sich rühmt, sein Brot im Schweiße seines Angesichts zu essen, für verrückt und der menschlichen Gesellschaft gefährlich erklärt wird...
    Georg Büchner | Leonce und Lena


    Der Geist der Ballons...

     


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