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31 Jahre theater
VIEL LÄRM UM NICHTS

 
   
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die erste Besprechung von BEN HUR...
"... gigantische Spielfreude ... großartiger Sinn für's Absurde..."

Premiere 27. Juli 2017 | 20 Uhr

Bis 16. September
Jeweils DO, FR, SA | 20 Uhr

BEN HUR
von Rob Ballard
Deutsch von Frank Sahlberger

Mit
Katharina Friedl

Ben Hur, Schafhirte, Waise u. v. a.
Wolfgang Haas

Messalla, Schafhirte u. v. a.
Armin Hägele

Cäsar, Alma Ben Hur u. v. a.
Philipp Weiche

Waise, Bill Hur, Arrius u. v. a.

Regie
Philipp Weiche
Raum
Peter Schultze
Kostüm
Johannes Schrödl
Klangdesign
Kai Taschner
Lichtdesign
Stefan Bettinger

Rechte: LITAG Theaterverlag, München

Was zum Teufel ist los im Imperium?
Die Judäer tanzen der Besatzungsmacht auf der Nase herum!
Noch dazu ist für ein exzeptionelles Reich wie das Römische
im gelobten Land außer reichlich Sand nichts zu holen.
Und dann das:
Ben Hur (jüdischer Prinz, Buch- und Filmheld)
wird von seinem Jugendfreund Messala (fieser Verräter
und Römer-Knecht) wider besseres Wissen als Verschwörer verurteilt -
zu lebenslänglich Galeere. (Obwohl Wikipedia behauptet,
dass es diese Strafe im antiken Rom gar nicht gab,
die Galeeren seien von Vollprofis gerudert worden.)
Ben Hur, der eigentlich eine Frau ist, erweist sich als äußerst tough;
anlässlich einer Seeschlacht rettet er (oder sie)
dem Galeerenkommandierenden mit Namen Arrius
das Leben, woraufhin dieser ihn (oder sie) adoptiert.
Ben Hur lernt Rom und die Liebe kennen.
Der Geliebte ist leider Cäsar
,
und wie wir in der Schule gelernt haben,
sind die Iden des März seine Deadline.
Hass und Rachedurst zerfressen unsere Heldin,
und so steuern wir unvermeidlich auf
das spektakulärste Wagenrennen aller Zeiten zu...

Mächtige missbrauchen Macht,
Balken biegen sich unter zentnerschweren Lügen,
Widerstand wird plattgemacht,
eine Frau maßt sich Stärke an,
Volk grölt und schweigt:
Die letzten zweitausend Jahre verzeichnen
im Menschheitsbuch keinen wirklichen Fortschritt.

So erkennen wir auch in BEN HUR die altbekannten Muster;
mühelos unterscheiden wir die Guten von den Bösen -
sogar ohne erklärende Einordnung hilfreicher Eliten
bleiben hinsichtlich der Message dieses Werkes keine Fragen offen.
Geschweige denn Wünsche.

Der Autor, Regisseur und ehemalige Straßenkünstler ROB BALLARD,
ein offenbar an "Monty Python" geschulter Brite,
setzt bei der Umsetzung des "unaufführbaren Monumentalschinkens"
***
auf ein so unzulänglich wie leidenschaftlich nach Größe strebendes
Darsteller-Quartett nebst ahnungslosem Regisseur.
Es muss also was werden - auf alle Fälle ein heillos ausgelassener,
absurder Spaß mit einer Extraportion Slapstick...!

Im Übrigen beteuern die Beteiligten, dass während der Proben
keine Pferde zu Schaden kamen.

*** BEN HUR
basiert auf einer Idee von Ballard und Eddie Izzard
und wurde 1996 von der PERFORMANCE THEATRE COMPANY in London
überaus erfolgreich uraufgeführt; was den damaligen Intendanten des Südthüringischen Staatstheaters Meiningen Ulrich Burkhardt dazu veranlasste,
das Stück nach "Europa" zu holen. Rob Ballard inszenierte es 1997; es war fast
drei Spielzeiten hindurch ausverkauft. In der Meininger Inszenierung war unser
BEN HUR-Regisseur Philipp Weiche der MESSALA [Die Freunde von theater VIEL LÄRM UM NICHTS kennen ihn als Behringer in DIE NASHÖRNER].

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