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Premiere 3. Oktober 2019 | 20 Uhr

Bis 30. November
jeweils DO, FR, SA | 20 Uhr

VICTOR
oder die
KINDER
an der
MACHT

von
Roger Vitrac
Deutsch von Helga Krolewski
Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GmbH, Berlin
www.kiepenheuer-medien.de

Rainer Haustein | Melda Hazirci | Peter Papakostidis
Verena Richter | Sarah Schuchardt | Neil Vaggers | Alexander Wagner

Regie Arno Friedrich
Dramaturgie Laura Mangels
Bühne & Kostüm Claudia Karpfinger, Katharina Schmidt
Musik Neil Vaggers
Puppenbau Tine Hagemann
Licht Jo Hübner
Assistenz Ilaria Grillo
Technik Max Reitmayer/Bogdan Domanskyy

"Er riecht nach Eau de Cologne, dein Tod."
Victor

Weitere Informationen zum Entstehen der Produktion unter:
https://www.paspluspillepalle.de


"Das macht minus zehntausend von meiner Erbschaft",
sagt Victor und zerschmeißt vergnügt das Familienporzellan. Victor, 9 Jahre alt und zwei Meter groß, feiert Geburtstag. Das bürgerliche Establishment um Victors Eltern gibt ein Fest mit Familienfreunden, Nachbarn, einem obligatorischen General - und all ihren (ungewollten) Spiegelbildern. Denn Victor, nach Aussage der Eltern "schrecklich intelligent", möchte nicht nur herausfinden, "wo der Hammer hängt", sondern auch wie man selbigen benutzt. Er beginnt die glänzenden Fassaden zu zerschlagen und sägt am bürgerlichen Interieur. Die Eltern greifen nach ihren Lebenslügen wie nach ihrem letzten Strohhalm, doch das Kind ist einfach nicht mehr ruhig zu stellen.
Während Victor an allen vier Tischbeinen der Familie hobelt und ungebetene Gäste die Luft verpesten, werden Kriege vorbereitet, Affären vertuscht, Lieder geschmettert, in die Tasten gehauen und Verlorengegangenes beschworen. Die Komödie muss mit allen Mitteln am Laufen gehalten werden, die Leute schauen schließlich zu! Doch das von Victor entfachte Chaos ist unaufhaltbar, und die auf Lügen und Schein gebaute Welt der Erwachsenen beginnt zu zerbröseln.

Das Ensemble um Regisseur Arno Friedrich erzählt Roger Vitracs surrealistischen Angriff auf die bürgerliche Lebenswelt als Theaterabend, in dem Punk und Dada miteinander verschwimmen. Die Bühnen- und Kostümbildnerinnen Claudia Karpfinger und Katharina Schmidt erschaffen einen Spielraum für Victors Eskapaden. Mit eigens komponierten Stücken von Neil Vaggers (ExpressBrassBand, Trikont), Dinggedichten von Verena Richter und Figurenbau von Tine Hagemann, entwächst Victor der Welt um ihn herum. Zwischen "Fridays for Future" und der Unausweichlichkeit einer drohenden Katastrophe lässt Victor die Marionetten zum Brassbeat tanzen und dabei keine Unverschämtheit ungesagt. Unter der Mitarbeit der Dramaturgin Laura Mangels, Jo Hübner (Licht) und Ilaria Grillo (Assistenz) und mit den Schauspieler*innen Rainer Haustein, Melda Hazirci, Peter Papakostidis, Sarah Schuchardt und Alexander Wagner feiert das Ensemble einen theatralen Abgesang auf die Welt, "wie sie immer war". Denn Victor hat das Gefühl, die Zukunft ist schon da...

"Wenn ein paar Kinder auf der ganzen Welt Schlagzeilen machen können, indem sie einfach nicht zur Schule gehen, dann stellt euch vor, was wir gemeinsam erreichen könnten, wenn wir es wirklich wollen würden. Aber um das zu tun, müssen wir klar sprechen. Ganz egal, wie unangenehm das sein mag."
Greta Thunberg

>>> Eintritt

Für Inhaber des München-Passes
stellen wir ein Kontingent von 3-Euro-Karten zur Verfügung -
bitte vorher reservieren!

>>> Fahrplanauskunft