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    Die sind immer in Nullkommanichts ausverkauft -

    5. Oktober 2017 | 20:00 Uhr


    Weitere Vorstellungen:
    6., 7., 8. sowie 12., 13. + 14. Oktober

    Mei Fähr Lady

    Der Bairisch-Crashkurs mit Prof. Zehetner

    Der Dialekt-Professor: Ludwig Zehetner
    Mei Ding, Putzfrau: Eva Sixt
    Striede, Manager: Titus Horst
    Boulanger, Rapper: Titus Horst
    Anna Albertini, Sekretärin: Alba Falchi

    In den Videotracks:
    Der Fährgast: Werner Rösch
    Der Bauer: Josef Ettl
    Der Waldarbeiter: Hans Steinberger
    Der Taxifahrer: Jürgen Wiss
    Die Gärtnerin: Eva Schmidbauer
    Die Kellnerin: Evi Steinberger

    Text, Regie und Bühnenbild: Joseph Berlinger
    Sounds: Adrian Bernhard, Sepp Frank, Anka Draugelates
    Fotos: Helmut Koch

    Ein Gastspiel des TURMTHEATER REGENSBURG

    Die Chinesin Mei Ding hat keine Lust mehr, in dem Regensburger Asia-Shop ihres Bruders die Putzfrau zu sein. Sie verbringt ihre Nachmittage und Abende lieber an der Donau. Ihr Traum wäre es, auf der kleinen Fähre flussaufwärts zu arbeiten, die täglich Einheimische und Touristen über den Strom setzt. Aber die Besitzerin der Fähre gibt ihr den Job nur, wenn Mei Ding Bairisch kann.

    Mei Ding bucht einen Crashkurs beim bairischen Dialektpapst Professor Zehetner. Dieser hält in seinem Arbeitszimmer eine tägliche Sprechstunde, gemanagt von seiner Sekretärin. Dort erscheinen auch ein distinguierter Manager, der für seine Wochenenden einen alten Hof in einem kleinen Dorf gekauft hat und mit den Nachbarn gerne Bairisch reden würde, und ein gealterter französischer Rapper mit Migrationshintergrund, der frisch aus Paris zugezogen ist. Er hat sich soeben auf der Regensburger Dult in eine fremdenfeindliche bairische Kellnerin verliebt. Um sie zu erobern, will er ein paar Brocken Bairisch lernen.

    Bei der ersten Begegnung in der Dialektsprechstunde missachtet der Rapper die unscheinbare Mei Ding. Doch je mehr Bairisch sie kann, umso mehr blüht sie auf und erregt seine Aufmerksamkeit. Nach ein paar Monaten wird sie mit ihrem Lied bei der Dult zur Dirndlkönigin gewählt. Und verblüfft mit ihrem Bairisch auch ihren Dialektprofessor. Der nicht minder verblüffte Rapper vergisst, dass er in eine bairische Kellnerin verliebt ist.

    Das meinte die Presse:

    "Ein Kracher!"
    Christian Muggenthaler / Landshuter Zeitung

    "Die rätselhafte Welt des Bairischen, nun wird sie auf der Bühne unterhaltsam und kompetent auseinandergenommen. [...] Professor Ludwig Zehetner, Autor des populären dreibändigen Standardwerks "Basst scho!", spielt sich selbst, in einem flotten Stück von Joseph Berlinger. [...] Ein zartes Wesen aus Shanghai, schon fast beängstigend authentisch, auch ohne Schlitzaugen: Eva Sixt. [...] Es gibt doch noch eine Sprache, die schwerer zu lernen ist als Chinesisch: Bairisch. [...] Als native speaker wischt man sich nach zweieinhalb Stunden den Schweiß von der Stirn: Das hätt man auch nicht gedacht, dass die eigene Sprache so scheißkompliziert ist! Und der Nichtbayer ist sowieso von der ersten Minute an perplex und selig angesichts dieses Feuerwerks von Zungenbrechern…"
    Florian Sendtner / Mittelbayerische Zeitung

    "Mei Ding, eine Chinesin mit weißblonder Perücke (Eva Sixt) wird coram publico vom Dialekt-Guru Ludwig Zehetner in die idiomatischen Abgründe und zungenbrecherischen Schönheiten der bayerischen Sprache eingeführt. Heraus kommt kein simpler Sprachkurs, sondern eine Komödie sui generis. So vertrackt und sprachwitzig, dass die Vorstellungen auf Monate im Voraus ausverkauft sind…"
    Helmut Hein / Mittelbayerische Zeitung

    "Der Fair-Lady-Topos von der Tilgung des sprachlich Regionalen wird auf den Kopf gestellt. Bei der Fähr-Lady ist es nämlich der Dialekt und nicht die Standardsprache, der einen weiterbringt…"
    Chris Wickham / Literatur in Bayern

    >>> Viel mehr als ein Dialektkurs...
    Martina Scheibenpflug / Münchner Merkur

    >>> "Lecker", geht gar nicht! - "Basst scho!"...
    Wolf Banicki / theaterkritiken.com

    Ludwig Zehetner,
    geboren 1939 in Freising, ist Honorarprofessor für Bairische Dialektologie an der Universität Regensburg. Von Journalisten wird er gern als "Dialektpapst" bezeichnet. Womit die Stadt Regensburg also in kürzester Zeit zwei Päpste hervorgebracht hat. Den guten Ruf als oberster bairischer Dialektfachmann hat sich Zehetner erworben durch eine Reihe von Büchern, u.a. "Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern" und die mehrbändige Reihe "Basst scho! Wörter und Wendungen aus den Dialekten und der regionalen Hochsprache in Altbayern". In der "Mittelbayerischen Zeitung" verfasst Ludwig Zehetner seit Jahren eine vielgelesene Kolumne.

    Joseph Berlinger,
    Geboren 1952 im Bayerischen Wald. Das künstlerische Talent hat er von seinem Vater geerbt, einem Musikanten, der auch ein Gastwirt war. Der erste überregionale Erfolg Joseph Berlingers war das Theaterstück über die bayerische Dichterin, Wirtin und Emigrantin Emerenz Meier. Es wurde vom Theater Ingolstadt 1982 uraufgeführt. Die Titelrolle spielte Lisa Fitz. Im Jahr 2008 schrieb und inszenierte Joseph Berlinger erneut ein Stück über Emerenz Meier - und über ihr Wirtshaus: "Zum Koppenjäger". Es war eine Auftragsarbeit für das Festival "Europäische Wochen" Passau und wurde im Theater an der Rott in Eggenfelden uraufgeführt. Das jüngste Buch des Autors ist eine Essaysammlung: "Das Meer muss ich sehen. Eine Reise mit Adalbert Stifter". Eckhard Henscheid hält das Werk für "schön, phantasievoll gearbeitet und sehr entspannt, um nicht zu sagen relaxt". Im "Lohrbaer Verlag" erschien 2007 sein Hörbuch "Hoffnung Havanna". Es erzählt die Odyssee eines jüdischen Regensburger Gastwirts und Varietegründers – ein, wie die "Süddeutsche" schrieb, "spannendes und bedrückendes Bild vom Leben des Simon Oberdorfer, das zu einem Stück deutscher Geschichte geworden ist."

    Noch mehr über die LADY...

     

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