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  • Der Besuch der alten Dame
  • Aber die Wahrheit vertragen sie nicht
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    Uraufführung 16. Januar 2020 | 20 Uhr

    Vorstellungen bis 28. März
    jeweils DO, FR, SA | 20 Uhr

    Frankenstein
    nach dem Roman von Mary Shelley

    Judith Bopp
    MARY SHELLEY
    Markus Beisl
    VIKTOR FRANKENSTEIN
    Arno Friedrich
    DER NAMENLOSE
    Patricia Ivanauskas
    CAROLINE FRANKENSTEIN, ELISABETH, WIRTIN, JUSTINE, SAFIE
    Sven Schöcker
    ALPHONSE FRANKENSTEIN, PROFESSOR KREMPE, BLINDER, IRE
    Daniel Wittmann
    CLERVAL, PROFESSOR WALDMAN, FELIX, IRE

    Regie Andreas Seyferth
    Übersetzung/Fassung Margrit Carls
    Raum + Videos Peter Schultze
    Kostüm Johannes Schrödl
    Klangdesign Axel Nitz
    Lichtdesign Jo Hübner
    Technik Max Reitmayer
    Bogdan Domanskyy

    Flyer/Plakat Martina Körner



    Was war das Leben?
    Niemand wusste es. Niemand kannte den natürlichen Punkt,
    an dem es entsprang und sich entzündete."
    Thomas Mann | Der Zauberberg

    Viktor will wissen.
    Ist hochintelligent und extrem neugierig. Irgendwann besessen von der Idee, Totes zum Leben zu erwecken. Als es ihm (er ist inzwischen Student in Ingolstadt) schließlich gelingt, seine "Komposition" ins Leben zu befördern, packt ihn das Grausen: Was er sieht, ist das abgrundhässliche Zerrbild eines Menschen. Eine Katastrophe. Angeekelt überlässt er "das Monster" sich selbst - in der Hoffnung auf sein baldiges Verenden; flüchtet sich in Krankheit, lässt sich vom besten Freund gesundpflegen und verdrängt das Ganze. Bis Horrornachrichten aus der Heimat kommen: sein kleiner Bruder wurde ermordet, der Mord einem Hausmädchen angedichtet. Viktor meint den Mörder zu kennen...

    Erinnere dich: ich bin dein Geschöpf:
    ich sollte dein Adam sein;
    doch bin wohl eher der gefallene Engel,
    den du verstoßen hast
    - für keine Missetat.
    Kreatur

    Viktor, der wohlbehütete Spross einer angesehenen Genfer Familie, und seine Kreatur, die einsamste Gestalt, die je die Welt durchstreifte: Ihre Begegnung - passenderweise auf dem "Mer de Glace" am Mont Blanc - steht im Zentrum. Das Geschöpf, seinem Schöpfer in jeder Hinsicht überlegen (insofern war Viktors Grenzüberschreitung - außer in ästhetischer Hinsicht - von Erfolg gekrönt), dessen kurzes Leben ein einziger Schrei nach menschlicher Nähe ist; und der sich isolierende Wissenschaftler, der Gott spielt, aber keine Verantwortung übernimmt für das Geschaffene: Sie treffen eine Vereinbarung.

    GOTT & SATAN & ADAM & ...?

    Am Ende, vereint in Hass und Rachsucht, einer des anderen "Schatten", liefern sie sich einen Showdown auf brüchigem Eis in den Wüsten des arktischen Ozeans. Die obsessive Jagd mündet jedoch nicht in den von Viktor so ersehnten Kampf
    Mann gegen Mann...

    Leben Tod. Tod Leben. Die Grenzen durchbrechen. Ströme des Lichts in unsre dunkle Welt ergießen. Eine neue Spezies nennt mich Ursprung und Erzeuger. Glückliche und exzellente Wesen danken mir ihr Dasein. Wer hätte höheren Anspruch auf Dankbarkeit als ich. Später vielleicht Leben erneuern. Aus den Fängen der Fäulnis zurück ins Leben...
    Viktor

    Alles wirkliche Leben ist Begegnung.
    Martin Buber


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